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Rosenburg2019 Kabarett 1

“Come on rock me Amadeus”

hieß es am 27. Juni bei der Premiere von “Amadeus”, der Sommernachtskomödie 2019 im Freilufttheater der Rosenburg, und ich durfte dabei sein!

“Amadeus” ist ein Theaterkrimi nach dem sehr bekannten, gleichnamigen Film aus dem Jahr 1984. Bestehend aus zwei Akten, wird in diesem Stück vom Leben des Musikgenies Wolfgang Amadeus Mozart erzählt – alles aus der Sicht von Antonio Salieri. Unter der Regie von Marcus Ganser und der Intendanz von Nina Blum.

Zur Location und dem Bühnenbild

Wer schon einmal das Schloss Rosenburg besucht hat, weiß welch ein besonderer Flair an diesem Ort herrscht. Einfach Romantik pur. Wenn man ankommt, wird man direkt von dem Freilufttheater linkerhand und einer Vielzahl an Sitzmöglichkeiten rechterhand gegrüßt. Vor Beginn des Stückes hat man außerdem noch die Gelegenheit, sich gemeinsam (oder alleine) den Bauch mit “ungesunden” Köstlichkeiten vollzuschlagen. Wer nach dem Theaterbesuch nicht mit dem Auto fahren muss, dem empfehle ich übrigens, sich ein oder zwei Gläser der Melonenbowle zu gönnen – absolut köstlich!

Zur Rosenburg selbst fehlen mir die Worte, um besonders viel darüber zu schreiben. Man muss das Mauerwerk, den Schlossgarten und die vielen architektonischen Feinheiten selbst gesehen und erlebt haben, um zu wissen, wovon ich spreche. Es ist wirklich wunderschön.

Das Freilufttheater selbst ist eine Konstruktion im Stil des klassischen Amphietheaters. Die Bühne folgt ganz dem Motto “Klein, aber oho!”. Diese hat die Form einer Violine mit versenkbaren F-Löchern, aus denen sich während der Vorstellung Teile des Bühnenbildes erheben und die Schauspieler erscheinen.

Kurz zur Handlung von “Amadeus”

Wie anfangs erwähnt, wird das gesamte Stück aus der Sicht von Antonio Salieri (Marcus Ganser) erzählt. Im ersten Akt erfährt man von Mozarts (Matthias Mamedof) großen beruflichen Erfolgen sowie den damit verbundenen Ups And Downs, seinem Privatleben mit Constanze Mozart (Eva Mayer) und der großen Eifersucht Salieris gegenüber Mozart.

Im zweiten Akt nimmt das Stück eine Wendung. Nicht mehr Witz und Mozarts verspielter Charakter stehen im Mittelpunkt, sondern Macht, Geld, Ruhm und vor allem sein Tod. Sehr fesselnd!

DAS habe ich nicht erwartet

Worüber ich mich sehr gewundert habe, war erstens die Größe der Veranstaltung. Oder nennen wir es besser Kleinheit? Ich kann keine genauen Besucherzahlen nennen, aber obwohl das Stück eindeutig gut besucht war, war die Menge an Zuschauern dennoch überschaubar. Mit anderen Worten, dies machte die Veranstaltung überaus gemütlich und fast schon familiär. Natürlich gibt es immer wieder Theatervorstellungen im kleineren Rahmen. Wenn man jedoch die hohe Qualität dieser Produktion bedenkt, erscheint es doch etwas ungewöhnlich.

Wer mich besonders erstaunt hat, war Marcus Ganser. Hier spreche ich nicht nur von seiner Inszenierung von “Amadeus”, die genau die richtige Menge an Witz, Drama, Musik und Spannung enthielt, sondern ebenso von der Tatsache, dass er in letzter Minute für die Rolle des Salieri eingesprungen ist und diese mit Bravour gemeistert hat. Hut ab!

Als große Modeliebhaberin und Hobbyschneiderin muss ich natürlich auch ein Wort zu den Kostümen sagen. Diese sind nämlich wunderschön auffällig, exzentrisch und authentisch zugleich. Die Schnitte ähneln stark dem Rokoko des 18. Jahrhunderts, gepaart mit modernen, schrillen Stoff- und Farbkombinationen, welche den Charakter der einzelnen Figuren unterstreichen. Sehr gelungen! Ein großes Kompliment für die Kostüme an Agnes Hamvas.

“Er muss auch einmal ein bisserl brav sein!”

Wer dieses herrliche Zitat erkannt hat, ist wahrscheinlich, ebenso wie ich, großer Fan von “Wir sind Kaiser” und hat somit einen ganz besonderen Grund, “Amadeus” zu besuchen. Mit einem Wort: Roubinek. Ja, die Rolle des Kaiser Joseph II. wird von Rudi Roubinek besetzt. Muss ich noch mehr sagen?

Ist “Amadeus” nun sehenswert?

Kurz gesagt: Ja. Natürlich muss man etwas Interesse für Theater und Kultur mitbringen und den Willen haben, sich auf die Reise nach Rosenburg-Mold in Niederösterreich zu begeben, aber es lohnt sich aus drei einfachen Gründen: das wundervolle Schloss Rosenburg, das toll inszenierte Theaterstück “Amadeus” und Rudi Roubinek.

Karten findet ihr hier 🙂

Hast du schon meinen letzten Blog gelesen? Wenn du alles zum Thema “Haare silber färben” erfahren möchtest, dann klicke hier.

bis zum nächsten Mal,
Patricia

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