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Eine leere Piste vor mir, der griffige Schnee unter mir, die Sonne kitzelt mich auf der Nase. Ich schiebe mich mit meinen Stöcken an und beginne über das weiße Band hinunterzukurven und schaue dabei der Sonne beim Aufgehen zu. Der Wind pfeift mir behutsam um den Helm, beinahe als würde er mich davontragen. So beginnt ein typischer Ski-Tag für mich. Das Skifahren bietet mir das nötige TimeOut vom Alltagsstress und das gleich um die Ecke. Jedes Mal aufs Neue. Das ist es wert, früher aufzustehen!

Skifahren in den Tiroler Alpen

Vergleichbar mit einem weißen Himmel auf Erden. Egal ob in Kitzbühel, am Patscherkofel, am Stubaier Gletscher, in der Skiwelt Wilder Kaiser oder im ZillertalTirol lädt mit seinen mächtigen Bergen jede Saison zum Carven ein. Als quasi Wahltirolerin nutzt man dieses Geschenk natürlich umso lieber und häufiger aus, da man die landschaftlichen Gegebenheiten als ursprüngliches Stadtkind natürlich bloß einmal jährlich zu spüren bekommen würde.

Wie die Sonne über dem Wilden Kaiser aufgeht, kann man beim Skifahren gut beobachten. (c) JK

Wohnt man jedoch in Tirol, findet man sich schnell auf der Piste wieder, selbst wenn es sich nur um drei Stunden täglich handelt. Jede Minute ist es wert, das Wetter und die leere Fläche auszunutzen. Denn kaum beginnen die Ferien, beginnt mit ihnen auch das Chaos. Urlauber bekommen Panik, weil sie keine aalglatte Autobahn vor sich finden. Einheimische meiden die Gegend, um die Menschenmassen nicht zu Gesicht zu bekommen. Auch ich kann jedem nur empfehlen, sofern es einem möglich ist, die Zeit in den Bergen außerhalb offizieller Ferien zu genießen.

Höhenmeter Skifahren vom Feinsten

Wenn man so oft wie ich in den Genuss des Skifahrens kommt, vergleicht man die Tage innerhalb einer Skisaison natürlich auch gerne mal miteinander. Als Applikation meines Vertrauens und stets abrufbar verwende ich hierfür das von Österreichern (die Bergleute können sowas ;-)) Portal „Skiline„. Im Handumdrehen lässt sich hier ein persönliches Konto erstellen, wo man Jahr für Jahr und Tag für Tag seine Skitage anhand der Skipassnummer sammeln kann. Zurückgelegte Höhenmeter, Pistenkilometer, Minuten und Liftfahrten werden hierbei detailliert dokumentiert und sogar grafisch dargestellt. Eine absolute Empfehlung. Das einzige Manko: Leider unterstützt Skiline inzwischen zwar unheimlich viele Skigebiete, deckt aber noch nicht alle ab. Am Stubaier Gletscher zum Beispiel muss man den Skitag ohne das sogenannte „Tracking“ verbringen.

So leere Pisten findet man leider nur in der Nebensaison oder unter der Woche vor. (c) JK

Pistenschnee & Jagatee – Skifahren is sche!

Klimawandel spielt auch im Bereich des Skifahrens natürlich eine große Rolle. Trotz der vielmals gehörten Meinung, dass der Schnee ja immer noch vorhanden ist, merkt man schon, dass die Skigebiete es von Jahr zu Jahr schwieriger haben, die richtige Unterlage zu formen. Der Winter 2019/2020 hat hier bei weitem weniger weißes Glück gebracht als die Saison zuvor. Entlang mancher Täler erstreckt sich somit ein weißes Band nach dem anderen, das bei den hohen Temperaturen vom Aussterben bedroht ist.

Schneit es dann doch mal wieder ein paar Tage durch freuen sich nicht nur die Snowboarder und Freestyler auf den frischen Powder-Schnee, auch die Lawinen fühlen sich hier wohl. Daher ist es stets wichtig sich vor einem Skitag gut zu informieren! Ausreichende Information über das Bergwetter und die Schneelage findet man auf Bergfex, auch als Anwendung für portable Telefone verfügbar.

Die schönsten Tage sind jene, an welchen man im Schnee versinken kann. (c) JK

Kein schlechtes Wetter, nur eine schlechte Ausrüstung

Wie das Sprichwort schon so schön impliziert muss jeder Skifahrer einen gewissen Standard für seine Ausrüstung investieren. Egal ob Hobby-, Gelegenheits-, oder Sport-Skifahrer – das richtige Material bringt nicht nur einiges an Sicherheit, sondern auch Spaß mit sich. Ein Helm ist hierbei das A und O, ohne welchen man sich lieber nicht auf die Piste bewegen sollte. Auch die Skier sollten mal beim Service vorbeigeschaut haben und die richtige Länge für die jeweilige Körpergröße bieten, sonst macht man sich das Leben nur schwer. Das Skigewand und die Skischuhe tragen den Wohlfühlfaktor und Halt bei und schützen vor dem kalten Nass.

Egal ob Profi oder Amateur – die richtige Ausrüstung ist essentiell für schöne Schwünge. (c) JK

Körperpflege bei Bergluft

So gut dem Körper die frische Bergluft auch tut, sollte man die richtige Pflege nicht zu kurz kommen lassen. Schnee reflektiert das Sonnenlicht beinahe zur Gänze, weshalb es sehr wichtig ist den richtigen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Und das mehrmals täglich! Auch Feuchtigkeit kommt hoch oben oft zu kurz, weshalb man abends, nach einem Skitag, gegen trockene Haut ankämpfen sollte. Die Styx Pflegeserie und dessen Avocado-Creme eignet sich hierfür perfekt und spendet die richtige Portion Feuchtigkeit für das Gesicht.

Bei den winterlichen Temperaturen kann die Haut trotz frischer Luft ordentlich leiden. (c) JK

Gebändigte Haare unter dem Skihelm

Eine Theorie besagt, dass es keine hübschen Frisuren für das Skifahren gibt. Der Helm drückt das Haar immer platt und Helm-Haare sind das Opfer, welches man für die Freiheit im kalten Weiß opfern muss. Ich habe hier leider keine andere Erfahrung gemacht. Jedoch bietet es sich für langhaarige Mähnen an, die Haare zu flechten, um Verwirrungen und Knoten zu vermeiden. Schulterlange Haare lassen sich gut zusammenbinden und wehen meist sogar sexy im Fahrtwind, ohne zu verwirren. Das Wichtigste beim Haar-Styling ist es, immer genügend Haarbänder auf Vorrat mit sich zu tragen, falls man mal eines verliert. Denn es gibt nichts Schlimmeres als eine Mähne, die ein einzelner Knoten ist und einem alle Nerven kostet!

Der seitliche Zopf schützt nicht nur vor ungewollten Knoten, sondern schaut auch gut aus! (c) JK

Time-Out für die Seele & den Körper

Alles in allem bieten die weißen Berge DIE perfekte Möglichkeit abzuschalten. Ohne Handy und Gedanken an den Alltag durch die Gegend zu carven und die Natur genießen hat etwas an sich, was ich nirgends sonst so genießen kann. Es macht nicht nur verdammt viel Spaß, sondern kurbelt auch den Körper an. Denn wenn die Waden so richtig brennen und die Knie vibrieren macht man es richtig! Und dann wird man im Handumdrehen schneller und besser. Das zusammen mit dem gesellschaftlichen Faktor und der sozialen Interaktion mit Familie und Freunden bietet Rundumversorgung für Körper und Seele.

Einfach nur schön! Also die Bergluft tief in sich hineinatmen, die Sonne kitzeln lassen und auf geht’s mit Hüftknick und einem Lächeln auf den Lippen.

Weil Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann.

Wolfgang Ambros, 1976
Aussichten, die das Leben verschönern und die Seele baumeln lassen. (c) JK

Mein Time-Out hole ich mir beim Skifahren. Du willst andere Varianten kennen lernen, um den Alltag mal abzuschalten? Erfahre im Beitrag von Denise mehr darüber. Dass Skifahren weit mehr als nur eine Sportart ist, zeigt sich anhand der vielen Veranstaltungen im Weltcup-Kalender. Auch für wohltätige Zwecke ist Platz, wie Michelle berichtet.

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