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Manchmal macht man sich selbst das Leben schwer. Der Kalender ist voll mit Terminen, Abgabefristen für die Uni und wichtigen Telefonaten, die es noch zu erledigen gäbe. Die letzte Mahlzeit, die nicht aus einem Schnitzel oder einem Stück Leberkäse zwischen zwei Semmelhälften bestand, liegt geschätzt 100 Jahre in der Vergangenheit und trotzdem fühlt es sich falsch an, hin und wieder einfach abzuschalten. Dennoch auf nach Bari, der Landeshauptstadt von Apulien.

Schlussendlich bucht man einen City Trip, nur um sich von Sight zu Sight zu hetzen, denn, oh Gott, fomo (fear of missing out) schlägt zu! „Wenn ich schon hier bin, muss ich unbedingt diesen vergoldeten Zehennagel besichtigen, der einst Michael Angelos Großcousin gehörte! Wann sonst werde ich erneut die Chance dazu haben?“, spukt es durch unsere Köpfe, während wir das vierte Gelato in uns stopfen.

Eine Mütze Schlaf

Meine besten Freundinnen und ich reisten Anfang Februar für vier Tage nach Bari. Dort angekommen suchten wir den direkten Weg zu unserem Airbnb und …fielen ins Bett. Nach wenigen Minuten meldete sich eine unserer müden Stimmen mit den Worten: „Sollten wir nicht eigentlich nur unser Gepäck abliefern und die Stadt besichtigen?“ Antwort darauf kam keine. Zu schlecht fühlten wir uns, um zuzugeben, dass wir den ersten Nachmittag im – für uns – neuen fremden Bari am liebsten schlafend verbringen würden. Doch genau das taten wir im Endeffekt. Ich möchte sogar behaupten, dass wir besonders gut schliefen, Kilometer weit weg von unserem Zuhause.

Die Seele baumeln lassen

Wie ging es nun weiter nach unserem ausgedehnten Mittagsschlaf? Nun, wir haben es doch noch in die Stadt geschafft. Jedoch ganz ohne Ziel. Natürlich hatten wir unsere Handys bei uns, um uns nicht völlig zu verirren, aber wir ließen uns dorthin tragen, wo es uns gerade hinzog.

Eines Nachmittags während dieses Urlaubs ertappten wir uns dabei, wie wir einige Zeit lang kommentarlos und Pasta schlürfend in der Sonne saßen und das erste Mal seit langer Zeit wieder ein tatsächliches Gefühl der Entspannung verspürten. Nicht die Sorte Entspannung, die man kennt, wenn man abends auf dem Sofa dahinvegetiert und die geistige Kapazität nur noch für „Bauer sucht Frau“ ausreicht. Nein, ich spreche von Gelassenheit, Ruhe und dem Gefühl, als würden sich die inneren „Batterien“ soeben neu aufladen.

Bari: Kein gewöhnlicher Reise-Blog

Wie du vermutlich schon gemerkt hast, ist das hier kein gewöhnlicher Reise-Blog, wenn ich ihn überhaupt so nennen kann. Ich habe hier weder Insider-Tips, noch Foodie-Must-Trys für dich. Jedoch habe ich einen Rat und gleichzeitig eine Bitte an dich: Entschleunige bewusst und ohne schlechtes Gewissen. Du wirst es dir selbst danken.

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Bildergalerie von unserem Kurzurlaub in Bari 🙂

Hier findest du außerdem meinen letzten Reiseblog und hier meinen absoluten Allround-Liebling, wenn ich verreise.

Bis zum nächsten Mal,
eure Patricia

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