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Warum die Länge deiner Haare NICHT deine Weiblichkeit bestimmt

Wie schon in meinem letzten Blog erwähnt, war ich vor ein paar Wochen dazu gezwungen, meine Haare abzuschneiden. Zuerst wurde es ein kinnlanger Bob, anschließend ein asymetrischer, etwas längerer Pixiecut

(dazu könnt ihr alles hier nachlesen) und schließlich doch ein süßer Kurzhaarschnitt. Ich zähle eindeutig zu den eher selbstbewussten Mädels, die sich über solche Dinge, wie den Verlust von 25 Centimeter Haaren nicht wirklich aus der Fassung bekommen lassen. Aber OH BOY, war ich fertig mit den Nerven. Okay, es hielt zwar nur wenige Stunden lang an, aber das Ganze glich schon ziemlich einer dieser Germanys Next Topmodel Folge, in der sich alle Kandidatinnen einem umstyling unterziehen müssen und eine von ihnen immer so Panik schiebt, als wäre sie gerade mit einer tötlichen Krankheit diagnostiziert worden.

Ich saß also weinend auf einem Stuhl, meine Mädels um mich in einem Kreis versammelt. Eine von ihnen war mit einer Haarschere bewaffnet und sie wiederholten stets im Chor: “Du bist und bleibst eine wunderschöne Blume.” und “Du brauchst deine Haare doch nicht, umschön zu sein!”. Aber was helfen einemdiese Worte, wenn man ringsherum das Haar zu Boden fallen sieht?

 

 Also genug Drama.

All die Tränen machten meine Haare nicht wieder gesund. Und sonst auch nichts, dies war mir klar. Ich fand mich dann ziemlich schnell damit ab, lange Haare zu haben und nach ein paar wenigen Pinterestbildern (oh, wie ich diese Seite liebe), war ich schon wieder ein anderer Mensch. Ich sah mich plötzlich in der Rolle der süßen Französin, die nur mit einem bisschen Rouge und etwas Mascara in ihrem selbstgenähten Sommerkleidchen mal eben zum Bäcker läuft. Ihr wisst, was ich meine.

Als die Haare erst einmal komplett ab waren, gewöhnte ich mich schnell daran und lernte sie zu lieben. Aber warum haben wir Frauen immer solch eine Angst vor einem Kurzhaarschnitt? Wir fürchten uns einfach davor, nicht mehr weiblich genug auszusehen. Unser Idealbild einer Frau besteht momentan äußerlich darin, schlank zu sein, eine makellose Haut zu und langes, wallendes Haar zu besitzen. Aber seien wir uns doch mal ehrlich. Wenn wir uns das mal laut vorsagen, klingt das doch ziemlich bescheuert. Würdest du von Emma Watson und ihren damaligen, kurzen Haare behaupten, sie wäre plötzlich weniger Frau? Oder von Anne Hathaways Pixie Cut, den sie sich für ihre Szene in Les Miserables schnitt? Ich glaube kaum. Eigentlich sitzen wir ja alle vor unseren Computern und meinen “Oh, das sieht so gut aus an ihr, aber ICH würde mich das nicht trauen, denn ICH wäre dadurch keine Frau mehr.”

 

Doch was definiert uns Frauen?

Außerlich gesehen muss man hierfür zwei Dinge unterscheiden. Die natürliche und die gesellschaftliche Weiblichkeit.
Würden wir uns keinerlei Haarentfernungen und Maniküren unterziehen, hätten sowohl Männer, als auch Frauen lange Haare, lange Nägel und Korperbehaarung an denselben Stellen, außer im Gesicht. Das Einzige, was uns nun tatsächlich unterscheidet, sind unsere primären und sekundären Geschlechtsorgane und unser Hormonhaushalt. Nehmen wir also das Wort “Natürlich” als “So, wie wir biologisch geschaffen sind” verstehen, definieren uns Frauen lediglich unsere Geschlechtsorgane, die uns ermöglichen, Schwanger zu werden. Und das Hormon Östrogen, das bei uns Frauen mehr vorhanden ist, als bei Männern.

Gesellschaftlichen gesehen ist Weiblichkeit sehr zeitabhängig. Der Trend, wie eine Frau auszusehen hat, ändert sich ständig und ist meist nicht ernst zu nehmen, da es sich fast immer fern von der Realität befindet.  Zudem ist es auch etwas Subjektives. Für den Einen sind es Kurven, für den Anderen die zarten Schultern und Hände einer Frau. All diese Dinge sind jedoch irrelevant in dem, was DICH definiert. So sind es keine Äußerlichen, sondern schlichtweg deine Charakterzüge. Wenn du einen Moment lang in dich gehst und dir über genau diese Charakterzüge gedanken machst, wirst du merken, dass die Länge deiner Haare keine dabei kein Thema sein werden. Mach also, worauf du Bock hast 😉

 

In diesem Sinne, bis nächstes Mal,
Patitesse

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