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Liebe Leserin, lieber Leser, hol dir eine Packung Taschentücher, denn gleich wird es hier ziemlich traurig.
Dieser Blogpost sollte nämlich einen ganz anderen Titel tragen und eigentlich solltest du hier Bilder von meiner wunderschönen, blonden Mähne sehen. Nun, leider ist alles nicht so ausgegangen, wie geplant. Aber damit dir nicht dieselben Haarunfälle passieren, wie mir, erzähle ich dir nun, wie du sie vermeiden kannst.

 

Story #1: 17 Jahr, grünes Haar

In meiner Schule war ich immer bekannt als die, die jede Woche eine andere Haarfarbe oder Frisur trug. Ich probierte mich quer durch verschiedene Farben, Nuancen und Produkte. Genau genommen mache ich das auch heute noch. Damals landete ich jedenfalls irgendwann beim guten alten Henna. Eine feine Entdeckung möchte man meinen, dieses Henna. Rein pflanzlich, vegan, günstig, pflegend für das Haar und inzwischen auch in einigen Farben erhältlich. Das Badezimmer sieht zwar danach aus, als hätte sich gerade eine Schlammschlacht darin ereignet, aber das Ergebnis kann sich meistens sehen lassen.
Ich war begeistert. Ich trug damals meine Haarpracht in einem Dunkelbraun. Stand mir wirklich ziemlich gut.
Was ich aber nicht wusste: Wenn man erst einmal mit Henna gefärbt hat, darf man niemals diese Haare danach blondieren. Auch nicht einige Wochen oder Monate danach. Was einen nämlich dann erwartet ist trockenes, kotz-grünes Haar. Und wenn wir schon vom Kotzen sprechen – mir wurde auch plötzlich ziemlich schlecht, als ich mich im Spiegel sah.
Meine Haarlängen sahen aus, wie eine Packung Trockenfrüchte und hatten die Farbe eines ziemlich traurigen Herbstmorgens, an dem man besser nicht vor die Tür gehen möchte.
Was folgte, war ein Besuch bei einer befreundeten Friseurin, die nach einem ganz kleinen Herzinfarkt schließlich meine Haare mit einem dunklen Rotton und einem Kurzhaarschnitt rettete. Später las ich einige Erfahrungsberichte von Personen, denen dasselbe passiert ist. Tja, da hätte man sich wohl besser vorher schlau gemacht.

 

Story #2: R.I.P. Kopfhaut

In meinen sehr, seeehr jungen Jahren, als ich das erste mal mit richtiger Haarfarbe und nicht mehr nur mit Tönungen experimentierte, passierte es mir, dass ich auf meiner Kopfhaut eine heftige allergische Reaktion auslöste. Die Haarfarbe war ein dunkler Lilaton und eigentlich sah das Ergebnis richtig schön aus. Als ich jedoch am nächsten Morgen aufwachte und in meinem Spiegel mein aufgequollenes Gesicht und meine Feuerrote Kopfhaut sah, war mir das schöne Lilafarbene Haar plötzlich ziemlich egal. Kurze Zeit darauf lösten sich die oberen Hautschichten meiner Kopfhaut und mich plagte ein schrecklicher Juckreiz.
Beim Hautarzt angekommen, besprachen wir dort, welcher Inhaltsstoff möglicherweise solch eine Reaktion auslösen könnte und uns fiel ein, dass ich ein paar Jahre zuvor während eines Urlaubs am Strand mir ein Henna Tattoo machen lies. Jedoch war dieses Henna mit dem chemischen Farbstoff PPD angereichert und dieser löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus. PPD befindet sich unter anderem in den meisten Haarfarben, wie auch damals in dem dunklen Lilaton.
Solltest du also das erste mal deine Haare mit einer Haarfarbe färben wollen, dann erkundige dich vorher ob dieser Farbstoff darin enthalten ist und mache unbedingt einen Test an einer kleinen Stelle auf deinem Arm, zum Beispiel. Deine Kopfhaut wird es dir danken 😉

 

Story #3: Sie nannten mich Schlumpf

Die wahrscheinlich lustigste Story aus der Kategorie “Wie bescheuert kann man eigentlich sein?!” ist die Folgende:
Ich wohnte damals in einer WG zusammen mit meiner besten Freundin, die Friseurin ist. Demnach hatten wir in unserer Wohnung einen riesigen Haufen an Friseurbedarfsprodukten an denen ich mich natürlich auch immer wieder erfreute. Unter anderem eine Kiste mit vielen (VIELEN) bunten Haartönungen. Ich hatte damals lange weißblonde Haare und entschied mich spontan dazu, diese Silber zu tönen. Ich kramte also in der besagten Schatzkiste nach einer Silbertönung. Und wer sich mit solchen Farben schon mal beschäftigt hat weiß, dass Silber- oder Weißtönungen immer Blau/Lila sind. Ich mischte also zwei Döschen Tönung zusammen, von denen ich dachte, es seien beides Directions “Silver”. Als meine Mitbewohnerin kurze Zeit später Nachhause kam, erzählte ich ihr von meinem Plan.  Ihre Reaktion darauf? Ein schallender Lachanfall. Ich fragte sie nur, was denn an silbernen Haaren so lustig sei und sie meinte “Ich hatte nur ein Döschen “Silver” in der Kiste, das andere war “Lagoon Blue”. Die sehen in der Verpackung nur genau gleich aus.”
Ich stand also da, in unserer WG Küche und hatte 10 Minuten zeit um zu akzeptieren, dass ich nun blaue Haare haben werde.

 

Story #4: Warum meine Haare wieder kurz sind

Wie schon zu Beginn dieses Blogposts erwähnt, hätte dieser Beitrag eigentlich einen anderen Titel tragen sollen. Ich habe geplant, die restliche Bunte Tönung, die noch vom Unicornhair in meinen Haaren übrig war, mit einer Blondierung aus den Haaren zu ziehen und anschließend andere Tönungen zu testen. Leider überlebten das meine Haare aber nicht und ich musste sie schließlich abschneiden.
Bevor wir mit dem blondieren loslegten, besprach ich alles mit einer Friseurin und es war zuvor schon klar, dass danach etwas von meinen Haaren abgeschnitten wird. Damals rechneten wir mit etwa 5-7 cm. Wie jedoch ist es nun dazu gekommen, dass mir meine Haare einige Zentimeter nach meinem Ansatz abbrachen? Ich habe vor dem Blondieren meine Haare einige Male mit einem Shampoo gewaschen, das Pigmente aus dem Haar rausziehen soll. Es hat super funktioniert. Mir war nur leider nicht klar, wie strapazierend auch selbst dieser Prozess für das Haar ist. Mein Haar sah zwar nicht Kaputt aus, aber in Wahrheit hatte die im Shampoo enthaltene Zitronensäure mein Haar schon davor stark angegriffen und die Blondierung gab ihnen den Rest.

Im Endeffekt führte das alles aber zu einem tollen Friseurbesuch bei Hairtrader, bei dem ich wieder eine hübsche Frisur und eine tolle Farbe verpasst bekommen habe. Darüber könnt ihr alles hier nachlesen 🙂

Bis zum nächsten Mal,
Patitesse

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