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Ansatz Färben Titelbild

Sind wir uns ehrlich, das Jahr 2020 hat uns alle sehr kreativ werden lassen. So auch mich! Ich bin tatsächlich im letzten Jahr nur einmal zum Friseur gegangen. Selbst da habe ich mir nur einen passablen Schnitt verpassen lassen, denn das Färben meiner Haare habe ich selbst übernommen. Vor allem das Ansatz färben ist aus der Not heraus entstanden.

Auf Instagram habe ich euch stets in meinen Stories mitgenommen, wenn ich mich wieder ans Werk gemacht habe. Aufgrund dieser Stories hat mich auch immer wieder eine spezielle Frage erreicht.

Wie genau gehst du beim Ansatz färben vor?

Da diese Frage sehr häufig aufgetreten ist, habe ich mir gedacht, das Thema hier zu behandeln. Da sind wir also nun. Ich verrate euch nun, wie ich das mache und vor allem was ich alles dafür benötige. Es sei übrigens gesagt, dass ich keine Friseurin bin und mir die folgende Technik selbst angeignet habe. Bei mir klappt das Färben des Haaransatzes so sehr gut.

Die Vorbereitung

Bevor es mit dem Färben an sich los geht, sollte man einige Vorbereitungen treffen. Diese sind wichtig, um euch selbst zu „schützen“ und auch das Badezimmer. Es ist also ratsam, sich erst alle Utensilien bereitzulegen.

Um auf Nummer sicher zu gehen habe ich noch einen Tipp für euch. Ihr könnt auch den Boden und das Waschbecken mit Zeitungspapier oder aber auch aufgeschnittenen Plastiksäcken auslegen. So habt ihr vorgesorgt, solltet ihr beim Auftragen der Farbe etwas kleckern.

Ansatzfarbe anmischen

Bitte nehmt das Färben eurer Haare nicht auf die leichte Schulter. Die Friseur-Lehre dauert nicht aus Jux und Tollerei 3 Jahre. Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle darauf hinweisen, auf die beigelegte Beschreibung der Haarfarbe, die ihr verwendet, zu achten.

In meinem Fall verwende ich Schwarzkopf Professional Igora Royal 6-88. Als Entwickler verwende ich den passenden Entwickler und zwar den Schwarzkopf Professional Igora Royal 6%/20 Vol. Oil Developer.

Diese beiden Produkte werden im Verhältnis 1:1 gemischt. Um genau gleiche Teile beider Komponenten zu haben, wiege ich sie ab. Zuerst drücke ich ca. 30 g Farbe in die Schale. Anschließend kommen ebenso 30 g Entwickler hinzu. Nachdem alles ausgewogen ist, muss der Entwickler und die Farbe zu einer homogenen Masse verrührt werden. Dafür nehme ich den Färbepinsel zur Hand.

Los geht’s mit dem Ansatz färben

Nachdem das Handtuch rund um den Hals befestigt und das Haar gekämmt wurde, kann es auch schon losgehen. Handschuhe nicht vergessen! Bitte wundert euch nicht, wenn ihr auf den folgenden Bildern keine richtige Haarfarbe, sondern nur eine Shampoo-Conditioner-Mischung aufgetragen seht. Es wäre eine unglaubliche Sauerei geworden, die Bilder mit richtiger Farbe zu zeigen. Um euch meine Technik dennoch zu verdeutlichen, habe ich eine der Haarfarbe ähnliche Textur aus Haarpflege angerührt.

Ansatz färben – Oberkopf und Seiten

Ich arbeite im ersten Schritt immer vom Scheitel weg. Dabei beginne ich mit der Seite auf der weniger Haare sind. Ich streiche also den Scheitel gut mit Farbe ein. Danach nehme ich den Stiel des Pinsels und teile mir eine Haarpartie ab. Diese klappe ich auf die andere Seite des Scheitels. Danach streiche ich sowohl die nun obere als auch untere Haarpartie mit Farbe ein. So gehe ich bis zum Ohr hinunter vor.

Die Partie hinter dem Ohr behandle ich etwas anders, da sich das Abteilen hier etwas gefinkelt darstellt. Hier streiche ich als erstes Farbe vom Ohr in Richtung Hinterkopf auf den Ansatz. Danach teile ich von oben nach unten hin ab. Nun gehe ich wieder wie auch zuvor vor. Beide Teile der Abteilung werden gut mit Farbe eingestrichen. Haarpartien im Abstand von ca. 5 cm bearbeite ich mit dieser Technik. Den Hinterkopf lasse ich einstweilen noch unbehandelt.

Nachdem ich die eine Seite bis zum Ohr fertig eingestrichen habe, mache ich mich an die andere Seite des Scheitels. Hier arbeite ich mich mit derselben Technik voran.

Ansatz färben – Hinterkopf

Nun kommt der Part, der tatsächlich etwas tricky ist, vor allem, weil man nicht sieht, was man genau macht. Es ist also Fingerspitzengefühl gefragt.

Um den Ansatz am Hinterkopf zu färben, arbeite ich mich von unten nach oben. Die noch unbehandelten Haare streiche ich alle nach oben. Die erste Schichte Farbe trage ich direkt um den Nacken auf und „klebe“ somit alle Haar nach oben. Danach nehme ich wieder den Stiel des Pinsels und trenne eine Partie Haare ab, die ich nach unten klappe. Nun habe ich wieder zwei Teile. Sowohl am oberen Teil der Abteilung, als auch am unteren Teil wird gut Farbe aufgetragen. So gehe ich weiter vor, bis ich am Oberkopf angelangt bin.

Ansatz färben – das Finish

Zu guter Letzt streiche ich noch die übrige Farbe auf den gesamten Oberkopf. Ich achte darauf, dass auch alle Wirbel gut eingestrichen sind. An Stellen, an denen ich das Gefühl habe, dass noch zu wenig Farbe ist, gebe ich etwas nach. Danach massiere ich die Farbe am gesamten Kopf mit meinen Fingern ein. Dadurch habe ich das Gefühl, dass die Farbe gut eingearbeitet wird und zugleich ist es eine angenehme Massage.

Danach muss nur noch der Timer laut beiliegender Anleitung gestellt werden. In meinem Fall sind es 30-45 Minuten. Nach der Einwirkzeit muss die Farbe nur noch gründlichst ausgewaschen werden. Ich mache dies meist in 2 bis sogar 3 Waschgängen. Danach bin ich auch schon fertig.

Das ist meine Technik, wie ich beim Ansatz färben vorgehe. Danach lege ich noch eine zweite Runde zum Färben meiner Längen ein. Wenn ihr wissen wollt, wie ich dabei vorgehen solltet ihr folgenden Beitrag nicht verpassen.

>> Chroma ID – die neue Methode, Haare zu färben

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Kommentare anzeigen (2)
  • Hallo!
    Ich färbe meine Haare immer mit wella koleston 12/11 und 12/96. 12 prozent wasserstoff. 1h 10 minuten einwirkzeit
    Ich verstehe nicht warum mein ansatz gelb wird. Wir haben jetzt oft ein zweites mal gefärbt, dann ist es besser geworden. Was kann da das problem sein?

    • Hallo Elisabeth,

      danke für deine Nachricht. Wenn das Mischungsverhältnis der Haarfarben – am bestem mit der Waage abgewogen – passt, die Farbe auf trockenem Haar aufgetragen wurde und die Einwirkzeit korrekt ist, dann könnte es eventuell an zu wenig Produkt liegen. Wichtig ist, Passé für Passé die Farbe satt und dick auftragen. Das verhindert, dass die Haare das Produkt zu schnell aufsaugen.

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